Im Cultural Awareness Training werden vor allem Kultursimulationsspiele oder auch Tools wie der Kultur-Kompass eingesetzt, bei denen die TeilnehmerInnen in der Begegnung mit anderen "Kultur-Gruppen" versuchen
herauszufinden, welche Eigenschaften (Werte, Normen, Kommunikationsstile etc.) die jeweils anderen Kulturen (Gruppen) haben,
auf das Ereignis so zu reagieren, wie es ihrem kulturellen Selbstverständnis entspricht,
mit den jeweils anderen Gruppen erfolgreich zu kommunizieren, so daß die aus dem Ereignis sich ergebenden Probleme nach Möglichkeit gelöst werden und
aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen ihre eigene Kultur weiterzuentwickeln und ggf. zu modifizieren.
Kultur-Kompass
Als besonders effektive Simulationen haben sich sich je nach Zielsetzung, Zielgruppe und Zeitrahmen des Trainings vor allen das Fünf-Kulturen-Spiel von Prof. K.-H. Flechsig oder auch ECOTONOS von Dianne Hofner Saphire erwiesen. Nähere Informationen zum Fünf-Kulturen-Spiel erhalten Sie hier.
Im Gegensatz zum Fünf-Kulturen-Spiel stützt sich ECOTONOS nicht explizit auf bestimmte kulturtheoretische Konzepte. Zur Erläuterung kulturtheoretischer Zusammenhänge ist es daher empfehlenswert, zusätzlich Ansätze von Kluckhon & Strodtbeck, Schwartz, Thompson, Ellis & Wildavsky (1990) oder auch Hofstede heranzuziehen. Im wesentlichen wird bei dem Spiel davon ausgegangen, dass es weltweit und in allen Gesellschaften eine bestimmte Anzahl vergleichbarer Lebensstile gibt, allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Diesen Lebenstilen entsprechen wiederum bestimmte Welt- und Menschenbilder. Gleichzeitig ist zwar jede/r Einzelne mehr als nur einem dieser Lebensstile verbunden, einer dominiert jedoch.
Erwartete Effekte:
Kontrasterfahrungen verstärken die kulturelle Selbstwahrnehmung
gesteigerte Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für die kulturspezifischen Eigenschaften der anderen Kulturangehörigen/Lebenstile
eigene wie fremde Lebensformen und Kommunikationsstile werden im Interesse gemeinsamer Problemlösungen angegangen
strategischer Umgang mit kulturspezifischen Konflikten.
InterAct
ist ein interkulturelles Planspiel von Prof. Bolten, dass sich zum Ziel gesetzt hat, interkulturelle Interaktionserfahrungen und Erfahrungen aus dem beruflichen Umfeld zu integrieren. Damit wird über die Lernschemata anderer Verfahren, die entweder einen kognitiven oder kultursensibilisierenden Fokus haben, hinausgegangen.
In einer Fallstudie werden Wirtschaftsabläufe simuliert, die - sofern die Teilnehmer unterschiedlicher kultureller Herkunft sind - eine semi-authentische berufsbezogene, interkulturelle Interaktion erlauben.
Im Spielverlauf werden Geschäftsabläufe, Verhandlungen und Kooperationsvereinbarungen auf dem "internationalen Markt" verhandelt und "realisiert". Ziel ist es, die TeilnehmerInnen auf die reale "interkulturelle Kooperation" im Wirtschaftsleben vorzubereiten.
Wir wählen gemeinsam mit Ihnen die geeignete Methode für Ihr Training aus.