Der Wiedervereinigungsprozess in Deutschland mit all seinen innerdeutschen "Unebenheiten" - man denke nur an die "Ossi"-"Wessi"-Klischees - hat ein Schlaglicht auf die Problemfelder geworfen, die sich ergeben, wenn Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammentreffen.
Die Besonderheiten der interkulturellen Kommunikation sind also nicht erst in Übersee zu finden, sie gelten sogar bei Sprachgleichheit!
Übertragen auf die internationale Ebene der Arbeits- und Geschäftswelt lässt sich schnell erahnen, wo Fallstricke kommunikativer Prozesse zu finden sind. Die schöne Vorstellung, mit der englischen Sprache als "lingua franca" alle Verständigungsprobleme zu lösen, erweist sich ebenso trügerisch, wie die stereotype Einübung von Verhaltensritualen zur Verbesserung der Geschäftskontakte.