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Der GTPQ™ , über den an dieser Stelle berichtet wird, ist ein Instrument zur Messung von Teamprozessen. Weitere Informationen unserer Angebote und unseres Ansatzes zur Teamberatung und Teamentwicklung erhalten Sie hier.

Eine Beispielauswertung des GTPQ™ können Sie hier als Acrobat-PDF-Datei anfordern (712KB). Dafür benötigen Sie eine Benutzerkennung, die Sie erhalten, wenn Sie diesem Link folgen.

NEU:

Eine interaktive Demonstrationsversion mit zwei Beispielfragen und Auswertungen können Sie jetzt hier abrufen.

Wir empfehlen jedoch zunächst die folgenden Informationen zum GTPQ™ zu lesen!

Hintergrund

Der GTPQ™ wurde 1995 von John Bing (2000) entwickelt, als ITAP International seitens einer Schweizer Pharma-Firma den Auftrag erhielt, eine Methode zur Messung von Teamprozessen (process performance) drei global arbeitender Teams des Unternehmens bereitzustellen.
In der darauf folgenden Zeit wurde der GTPQ™ weiterentwickelt.
Angewendet wird der Fragebogen in erster Linie bei sogenannten "global teams", d.h. international besetzten Teams oder "virtual teams", d.h. Teams, deren Mitglieder an verschiedenen Orten der Welt an einem Projekt arbeiten.
Aufgrund seines modularen Aufbaus ist ein Einsatz bei anderen, monokulturellen Teams aber ebenso möglich.

Mit dem GTPQ™ werden vorrangig Arbeitsbeziehungen (human processes) und ihre Veränderungen gemessen, um der Teamleitung wie den Teammitgliedern klare Anhaltspunkte für Veränderungsprozesse und Interventionen zur Effektivitätssteigerung zur Verfügung zu stellen.
Auch für die Phase der Teamkonstituierung ist der Einsatz des GTPQ™ sehr nützlich.

Einsatz des GTPQ ™

  • Bestimmung des Grades der Prozesseffektivität eines globalen oder virtuellen Teams
  • Bestimmung des Verlaufes der Prozesseffektivität durch wiederholten Einsatz des GTPQ™ bei einem Team
  • Vergleichswertbestimmungen zwischen Prozesseffektivität und Produktivität
  • Bereitstellung diagnostischer Kriterien zur Ermittlung geeigneter Interventionen, um die Teameffektivität und -effizienz erhöhen
  • Vergleichswertbestimmungen der Effektivität und Produktivität zwischen verschiedenen Teams, die an gleichen Projekten arbeiten
  • Vergleichsmöglichkeiten zu Teamwerten der gleichen Branche

Eine Testversion des GTPQ™ können Sie hier ausfüllen. Bitte beantragen Sie zuvor eine Benutzerkennung.

 

Zur interaktiven Demonstrationsversion mit zwei Beispielfragen und Auswertungen gelangen Sie mit diesem Link.

Leistungsmerkmale des GTPQ™

  • Die TeilnehmerInnen bekommen ihr Teamprofil, dass sie je nach Beratungsauftrag und Setting mit dem Profil vorangegangener Sitzungen oder dem anderer Teams vergleichen können.

  • Die Fähigkeiten, Einstellungen und Prozesse, die den stärksten Einfluss auf die Teameffektivität haben, können identifiziert und ausgewertet werden.

  • Die TeilnehmerInnen können den Einfluss des Teamprozesses auf die Teamproduktivität erkennen.

  • Barrieren können aufgespürt und Wege sowohl zu einem produktiveren Teamprozess als auch einer verbesserten Teameffektivität beschritten werden.

 

Anwendungsweise

Der GTPQ™ wird in der Regel vor, während oder nach Teamsitzungen unterbreitet. bietet sowohl für die Teamleitung als auch für das Team Unterstützung und Begleitung während und nach den Interventionen an.

Da jedes Team und jedes Projekt einen ganz spezifischen Charakter hat und die Aufgabenstellung für die Beratungssituation jedesmal eine andere ist, zieht es vor, individuelle Lösungsansätze anzubieten.



Konzeptionierung des GTPQ™

Das inhaltliche Konzept des GTPQ™ orientierte sich zunächst an den von Brannick et al. (1997:20ff.) identifizierten sieben Kernkomponenten der Teamarbeit (Kommunikation, Teamorientierung, Teamleitung, Monitoring, Feedback, Backup-Behavior, Koordination), die hinsichtlich ihrer Ausprägungen als Maßstab für Teamprozesse und Effektivität dienen können. Die praktischen Erfahrungen mit dem Instrument und dessen statistische Validierung haben schließlich zur Definition von sechs Kategorien geführt, die mit dem GTPQ™ gemessen werden und als Kriterien für die Bewertung von Teamprozessen dienen:

  • Interne Kommunikation: das Hauptelement des Teamarbeitsprozesses; stellt die Verbindung zwischen den anderen Teammitgliedern und Elementen der Teamarbeit durch informativen Austausch her

  • Externe Kommunikation: Bedeutung der externen Beziehungen und des Austausches / der Kommunikation mit anderen Teams oder Abteilungen

  • Sprache & Kultur: Ausprägungen und Einflüsse sprachlicher wie kultureller Diversität auf den Teamprozess und die Zusammenarbeit

  • Individuelle Entwicklung: umschreibt die Optionen und Effekte fachlicher wie auch sozialer Kompetenzentwicklung der Teammitglieder

  • Team-Basis: Elemente, die sich als grundlegend für das Bestehen und das Funktionieren eines Teams erwiesen haben

  • Organisatorische Einbindung: beschreibt, inwieweit die Teamziele in Einklang mit den Zielen des Gesamtunternehmens, der Firma oder funkionellen Einheit stehen.

Der GTPQ™ besteht aus drei Teilen, nämlich:

  1. einem Set von mindestens 25 Likert-skalierten Fragen, sozusagen dem Kernelement. Aus dem Gesamtpool der mittlerweile erprobten Frageelemente können nach Absprache und Auftrag bis zu 50 weitere Fragen plaziert werden. Eine Begrenzung wird jedoch für sinnvoll erachtet.
  2. Fragen, die sich auf die Eruierung spezieller, von den Teamleitern angesprochener Bereiche des jeweiligen Teams beziehen und von diesen zusammen mit iMO formuliert werden.
  3. Fragestellungen mit einem qualitativen Fokus auf den Teamprozess, die in unstandardisierter Form beantwortet werden können.

Wesentliche Bereiche, die sowohl für die Messung wie auch für eine im beschriebenen Sinn positive Teamsituation von Relevanz sind, sind laut Bing (2000) personal styles¹, stages of development, effective team functioning, stage of professional development, national culture, corporate culture, functional culture.

Bei dem Verständnis der Einflussgrößen von Interkulturalität und Organisationskultur bezieht sich der Autor des Questionnaires vor allem auf die Konzepte von Hall (1989), Adler (1986), Hofstede (1980, 1997b) und Trompenaars / Hampden-Turner (2000).

 

¹Zur Vermeidung sprachlicher Verzerrungen, werden hier die engl. Originalbegriffe verwendet

 
 
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